Hamburg 2015

Was für ein Weihnachtsgeschenk! Zwei Tage in der Hansestadt!

 

Tag 1
Mit einem kleinen Rundgang durch die backsteinrote, unter Denkmalschutz stehende Speicherstadt, den weltgrößten historischen Lagerhauskomplex, starten wir unseren Hamburg-Besuch. Gelagert wurde hier Stückgut, vor allem Kaffee, Tee und Gewürze auf fünf „Böden“ (Stockwerken), während der unterste Boden aufgrund von Überflutungsgefahr ausschließlich für die Transportvorbereitungen für den Überseehandel genutzt wurden. An vielen Hausgiebeln können wir die alten Seilwinden entdecken.

Wir besuchen das Miniaturwunderland – hier kann man fast eine Weltreise im Miniaturformat erleben! Beeindruckend sind die angebotenen Führungen, die einen Blick in die verkabelten Kulissen und in die Geduldsarbeit der Modellbauer eröffnen.  Die wäre nichts für mich!

In Hamburg gibt es zwei empfehlenswerte Jugendherbergen – eine namens „Auf dem Stintfang“ (beste Lage mit Blick auf die Landungsbrücken und den Hafen, die komplette Innenstadt ist fußläufig zu erreichen) und eine namens „Horner Rennbahn“ (etwas außerhalb der Innenstadt gelegen, Auto/Bus/Bahnanbindung nötig).
Ein Bummel über die abendliche Reeperbahn ist allein aufgrund der skurrilen Schaufensterdekoration ein Erlebnis und das kulinarische und kulturelle Abendprogramm ist unglaublich vielfältig! Wir schauen uns ein Musical namens „Heiße Ecke“, ein witziger Einblick in 24 Stunden an einer hamburger Pommesbude, an und wandern anschließend ein wenig durch die Winternacht… über die urige Reeperbahn mit ihren dunklen Ecken und teils zwielichtigen Gestalten bis hinein in die modern-futuristische Hafencity mit ihren schlafenden Frachtschiffen und dem Blick auf die leuchtende Elbphilarmonie. Völlig durchgefroren sinken wir auf unser zusammengeschobenes Jugendherbergs-„Doppelbett“.

 

Tag 2
Nach einem leckeren Frühstück und dem Check-Out in der Jugendherberge zieht es uns zurück in die Speicherstadt… offiziell weiß ich nicht, was kommt, aber natürlich ahne ich es – bbrrr! Mir gefriert nicht nur durch die winterliche Kälte das Blut in den Adern!  Das Hamburg Dungeon ist eine Kombination aus Geschichtsstunde, Gruselkabinett, Theaterstück und Fahrgeschäft. Wir tauchen ein in die „dunkle Seite“ der hamburger Stadtgeschichte… das historische Gängeviertel, der große Brand von Hamburg 1842, Klaus Störtebecker, Folter, Inquisition und der „Schwarze Tod“, nicht zuletzt der Gefängnisausbruch aus der Strafanstalt „Santa Fu“.
Nach einer Stärkung in der Schanzenbäckerei mit ihren köstlichen Franzbrötchen und einem Besuch bei einem Bekannten geht es für uns leider wieder Richtung Heimat.

Unsere nächsten Pläne für Hamburg:

• Stadtpark & Botanischer Garten „Planten un Blomen“ (mit Eislauffläche im Winter und japanischem Teehaus)
• Führung durch das opulente Rathaus (mit großartigem Blick auf die Stadt)
• Segelgroßevent „Alsterglocke“ (jährlich im Oktober)
• Hamburger Hafen (Besichtigung & Museen)
• Altonaer Fischmarkt (sonntagmorgens)