Bikebattical - Pretest

Vergleich des Simplon Kagu mit dem Trek 920

Simplon Kagu oder Trek 920, welches Bike macht das Rennen zum Bikebatical?
Simplon Kagu oder Trek 920, welches Bike macht das Rennen zum Bikebatical?

Nachdem wir in den letzten Wochen viel über UNSER Reiserad für's Bikebattical nachgedacht und verschiedene Alternativen theoretisch miteinander verglichen haben, können wir heute zwei konzeptionell sehr unterschiedliche Räder testen.

Unsere Edelhelfer aus Recklinghausen haben uns dafür ein Simplon Kagu und ein Trek 920 bereit gestellt. Diese Räder haben wir jeweils mit etwa 25kg "Gepäck" beladen und uns bei ungemütlichem Wetter auf den Weg zur Halde Hoheward - dem einzigen langen und steilen Anstieg in der Nähe - gemacht.

 

 

Simplon Kagu

Das Kagu - ein 26er Reiserad mit tiefliegendem Schwerpunkt - zeigt sofort seine Qualitäten: Obwohl es schwer beladen ist, hat man sofort maximale Kontrolle und man glaubt kaum, dass man wirklich so viel Gepäck dabei hat. Schaltung und Bremsen sind super dimensioniert und so fühlen wir uns auch bei steilen Anstiegen und schnellen Abfahrten super sicher. Bemerkenswert ist, dass selbst sehr böiger Seitenwind das Rad nicht aus der Ruhe bringt. Und wir uns unter allen Bedingungen super sicher fühlen. Das Bike ist außerdem super bequem. Ein Bike zum Wohlfühen.

 

Trek 920

Das Trek 920 - ein 29er mit MTB-Eigenschaften - ist durch das hohe Gewicht deutlich verändert im Fahrverhalten. Der schmale Rennlenker und der höhere Schwerpunkt führen dazu, dass man zu Beginn deutlich konzentrierter fahren muss. Aber nach kurzer Zeit fühlt man sich auch auf diesem Rad pudelwohl. Auch hier sind Schaltung und Bremsen gut dimensioniert und der Anstieg auf die Halde ist ebenso locker, wie mit dem Kagu und auf der Abfahrt kommt durch die sportliche Sitzposition richtig gute Laune auf. Allerdings merkt man in den starken seitlichen Böen, dass das Rad empfindlicher reagiert, als das Kagu. Trotzdem fühlen wir uns jederzeit sicher.

 

Fazit

Das Kagu überzeugt durch den hohen Fahrkomfort und die extrem stabile Fahrweise unter allen Bedingungen. Der tiefe Schwerpunkt sorgt für enorm viel Sicherheit und man ist stets Herr/Frau der Lage. Die dicken Ballonreifen sorgen für einen guten Komfort und man fühlt sich direkt wohl auf dem Rad.
Das Trek 920 punktet durch die sportlichere Sitzposition und die bessere Performance. Dies wurde für uns im Verlauf der Tour sehr deutlich. Auf dem Hinweg hab ich - Andreas - das Kagu gefahren und mich immer wieder gefragt, ob ich denn heute so schlecht drauf bin. Irgendwie musste ich immer kämpfen um meine Wohlfühlgeschwindigkeit zu erreichen, während Britte lächelnd neben mir her fuhr. Doch als wir auf der Rückfahrt die Räder tauschten, tauschte - wenn auch nicht unmittelbar - auch der Gesichtsausdruck. Während ich jetzt lächelnd in die Pedale trat, wurde bei Britta der Blick immer angestrengter.

 

Am Ende war das für uns das ausschlaggebende Argument. Da wir uns auf beiden Rädern wohl fühlen, uns aber die bessere Performance aber wichtiger ist, als der höhere Komfort und die leichtere Fahrbarkeit, haben wir uns jetzt für das Trek 920 entschieden, dass wir durch ein paar kleine Umbauten zu unserem perfekten Mucklino-Reiserad machen werden. Wer es lieber gemütlich haben möchte, sollte eher das Kagu wählen.
Vielen Dank nochmal an unsere Edelhelfer, die uns diesen umfangreichen Test ermöglicht haben.

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