Wattenmeer 2019 - Von Wergea nach Dokkum

Schäfchenwolken
Schäfchenwolken

Schon früh stehen wir heute morgen auf, schnappen uns unsere Laufschuhe und machen noch einen kleinen Trainingslauf durch Wergea. Die Sonne scheint und ein frischer Wind lässt auf einen tollen Segeltag hoffen. 

Nach dem Frühstück werden um 10:00 Uhr die Leinen gelöst, es geht noch durch die nächste Brücke und dann wird das Großsegel gehisst. Mit vier bis fünf Knoten geht es nach Norden in Richtung Leeuwarden. Einfach traumhaftes Sonnensegeln im Kanal. 

Kurz vor Leeuwarden wendet sich der Kanal nach Westen. Das heißt Motor an und Groß bergen. Die Durchfahrt nimmt mit Brückenstopps und Wartezeiten gute drei Stunden in Anspruch. Zwar ist das zeitlich etwas nervig, aber andererseits auch mit kunstvoll verzierten Brücken und Bauwerken sehr abwechslungsreich.

Leeuwarden war 2018 europäische Kulturhauptstadt und hat sich - zumindest vom Kanal aus gesehen - auch entsprechend herausgeputzt. Trotzdem sind wir froh, als wir gegen 14:00 Uhr wieder das Groß setzten und den Motor ausschalten können - weiter geht die herrliche Fahrt die Dokkumer Ie hinunter. Die Dokkumer Ie ist ein ehemaliger Fluß, der auch heute noch gelegentlich leichten Strom hat. Sie schlängelt sich in moderaten Kurven von Leeuwarden bis zum Lauwersmeer.  

Auf dem Weg segeln wir durch mehrere kleine Ort und hier merkt man wie auffällig schön die Vrouwe Willemke ist. Immer wieder bleiben Fußgänger stehen und beobachten das schöne Schiff und es werden Kameras und Handy gezückt um eine Foto von ihr in der Sonne zu machen. 

Gegen halb sechs erreichen wir Dokkum und dort zahlt sich unser Manövertraining erstmal so richtig aus. Britta legt die Vrouwe in eine "Minilücke" an den fotogensten Platz im Hafen. Wir übernachten unmittelbar vor einer der beiden Windmühlen. Beim anschließenden Stadtbummel erkunden wir Dokkum und sind wieder einmal begeistert von dem schönen gepflegten Städtchen mit seinen gepflegten Gebäuden. Wir werden wohl nicht das letzte Mal hier gewesen sein.